
Hinweise zur Geschichte
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Die San Zeno-Basilika ist ein hervorragendes Beispiel romanischer Baukunst. Das Gebäude liegt auf dem Gelände einer römischen Grabstätte. Das ursprüngliche Kerngebäude war eine, auf der Grabstätte des Heiligen Zenos, der als achter Bischof Veronas in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts lebte, errichtete Mönchsabtei. Zeno war es, der die Bewohner der Stadt zum Christentum bekehrte und ist heute Veronas Schutzpatron. Nachdem die Verehrung des Heiligen Zenos sich immer mehr entfaltet hatte, erwies sich der Andachtsort als zu klein. Deshalb ließen der Frankenkönig Pippin (Sohn Karl des Großen), der Bischof Ratoldo und der Erzdiakon Pacifico eine geräumige Basilika mit angebautem Kloster errichten.
Am 27. Mai des Jahres 807 wurden die Reliquien des Heiligen Bischofs, getragen von den beiden Heiligen Märtyrer Benignus und Carus, in die Basilika überführt. Nachdem schreckliche Barbarenhorden in die Stadt eingefallen waren und sie verwüstet hatten, wurde die Basilika ab dem Jahr 963 wieder neu aufgebaut. Es handelte sich dabei um eine dreischiffige, mit drei Apsiden und einer Krypta versehene Kirche. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Basilika nochmals erweitert und renoviert: fast die gesamte heutige Struktur der Basilika beruht auf diesem Bauabschnitt. Das schreckliche Erdbeben von 1117 zog den größten Teil des Bauwerks in arge Mitleidenschaft: so stürzten unter anderem der Kreuzgang und die Spitze des Glockenturms und einige Bereich des Klostergebäudes ein. Die Bauarbeiten wurden nach dem Erdbeben sofort wieder aufgenommen und dauerten bis ins Jahr 1138 an. Die Basilika wurde verlängert und mit einem Portal mit Überdachung ergänzt. Der Glockenturm wurde im Jahr 1178 fertig gestellt. Einem im 13. Jahrhundert durch den Baumeister Brioloto und seinen Gehilfen Adamino da San Giorgio vorgenommenen baulichen Eingriff ist es zu verdanken, dass die Fassade erhöht und zwischen 1217 und 1225 mit einer Fensterrose vervollständigt werden konnte. Der Kreuzgang wurde im Jahr 1313 erneuert. Im Jahr 1387 wurden die Apsis und die Holzdecke in Form eines Schiffrumpfs neugestaltet, die Verwirklichung hatte die Erhöhung der Wände des Mittelschiffs zur Folge. 1870 wurde die aus dem 16. Jahrhundert stammende Treppe, welche die Oberkirche mit der Gemeindekirche, d.h. der Unterkirche verband, abgebrochen und mit seitlichen Aufgängen und der mittleren zur Krypta führenden Treppe ersetzt. Kraft Willens der Republik Venedig wurde das Kloster San Zeno 1770 aufgehoben.


